Jeder Vierte will 2022 Abfall besser trennen

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JEDER VIERTE WILL 2022 ABFALL BESSER TRENNEN
Studie: Plastik und Abfall vermeiden, mit Ressourcen sorgsam umgehen sowie regional und saisonal einkaufen – das sind die ganz persönlichen Neujahrsvorsätze der Österreicherinnen und Österreicher, um einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. In Bezug auf Mülltrennung sind vor allem junge Menschen um Nachhaltigkeit bemüht: 30 Prozent der 14- bis 29-Jährigen bestätigen, ihren Abfall im neuen Jahr noch besser trennen zu wollen.

Wien, 27. Dezember 2021
– Was kann jeder Einzelne für den Umweltschutz tun? Der Jahreswechsel bietet sich an, um über eigene Verhaltensweisen nachzudenken und sich neue Vorsätze und Ziele zu stecken. An oberster Stelle im Fokus der Österreicherinnen und Österreicher steht die Vermeidung von Plastik (45%) – bei Sackerln, bei Verpackungen und Flaschen. An zweiter Stelle ist den Befragten ein wichtiges Anliegen, Abfall zu reduzieren (42%), gefolgt von dem Vorsatz, mehr regionale Produkte, statt Importware zu kaufen (41%). Grundsätzlich haben sich 40 Prozent aller Befragten vorgenommen, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren und nur so viel einzukaufen, wie tatsächlich benötigt wird. „Abfall ist eine wichtige Ressource, die im Bestfall recycelt wird und so zum Umweltschutz beiträgt“, bestätigt Gabriele Jüly, Präsidentin des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB). „Jeder, der seinen Abfall gewissenhaft trennt, schont unsere Ressourcen und unterstützt die Kreislaufwirtschaft.“ Jeder Vierte plant, 2022 seinen Abfall noch besser zu trennen, vor allem junge Menschen unter 30 Jahren. Das ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des VOEB unter 500 Österreicherinnen und Österreichern*.

Recyclingmuffel wollen Recyclingstars werden

Die Jungen – die Gen Z – gelten als Recyclingmuffel. Das könnte sich ändern, denn für das kommende Jahr haben sich 30 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen vorgenommen, Abfall und Wertstoffe besser zu trennen. Im Detail sind allerdings vor allem Ältere um eine sorgfältige Entsorgung bemüht, zum Beispiel bei Problemstoffen: Während 41 Prozent der über 50-Jährigen alte Batterien ausschließlich zu Sammelstellen bringen wollen, bestätigen das nur 14 Prozent der unter 30-Jährigen. Jüngere Befragte wollen hingegen vermehrt auf eine gesündere und vor allem fleischlose Ernährung achten (26% vs. 9% über 60 Jahre).

„Nachhaltigkeit ist für alle ein Thema, allerdings gibt es deutliche Unterschiede innerhalb der Altersgruppen und zwischen den Geschlechtern. Besonders spannend: Entgegen allen Geschlechterstereotypen wollen sich Frauen eher für Upcycling und Reparaturen einsetzen als Männer“, erläutert die VOEB Präsidentin. Tatsächlich nehmen sich 29 Prozent der weiblichen, aber nur 19 Prozent der Männer vor, 2022 alte Gegenstände eher zu reparieren bzw. zu renovieren, anstatt neu zu kaufen.

Reduzieren: 45 Prozent der Österreicher wollen Plastik vermeiden

Ein achtsamerer Umgang mit Abfall steht bei 42 Prozent der befragten Personen hoch im Kurs, sie möchten ihr Abfallaufkommen im neuen Jahr einschränken. Ebenso will fast die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher künftig Plastik bei Sackerl, Verpackungen und Flaschen vermeiden. Vor allem Frauen nehmen sich bei diesem Thema viel vor: 49 Prozent wollen ihren Plastikverbrauch im nächsten Jahr reduzieren. Aber nicht nur im Verpackungsbereich soll reduziert werden, 40 Prozent möchten der Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen, bei Frauen sind es sogar 44 Prozent, bei Männern 36 Prozent.

„Umweltschutz beginnt bei jedem Einzelnen: beim Einkaufen sein eigenes Sackerl mitnehmen, regionale und saisonale Produkte bevorzugen, auf jede Art von Verpackungen verzichten, Energie sparen und vor allem seinen Abfall konsequent korrekt trennen. Das sind alles kleine Schritte, die aber in der Summe viel Gutes bewirken. Umso mehr Menschen hier mitmachen, desto eher wird 2022 im Sinne der Nachhaltigkeit ein besseres Jahr“, hofft VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly.

Herkunft beachten: Mehr Produkte aus saisonalem und regionalem Anbau

Ebenfalls haben sich vor allem Frauen vorgenommen, Lebensmittel aus Österreich zu kaufen. Die Hälfte der weiblichen Befragten wollen im nächsten Jahr darauf achten, bei Männern sind es im Vergleich dazu nur 26 Prozent. Aber nicht nur Regionalität ist relevant, immer mehr Menschen setzen auf Bioqualität. Allerdings haben auch hier Frauen die Nase vorn (29%, Männer 22%). Ebenso wird die eigene Ernährung neu gedacht, 24 Prozent der Frauen wollen weniger tierische Produkte und 26 Prozent allgemein weniger Fleisch und Fisch essen. Männern ist das Thema der veganen (15%) bzw. fleischlosen (11%) Ernährung zwar auch wichtig, allerdings nicht im selben Ausmaß.

Umweltfreundlich leben: Strom sparen, weniger Flugreisen und dafür mehr Öffis

Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt werden uns in den kommenden Jahren noch lange beschäftigen. „Das schlägt sich auch in den Neujahrsvorsätzen nieder“, sagt Jüly. „So zählt zu den gängigsten Vorhaben bezüglich einer umweltfreundlicheren Lebensweise vor allem Energie sparen, mehr Öffis und Rad nutzen als auch weniger Flugreisen machen oder Ökostrom beziehen“, so Jüly weiter. Vor allem bei Jungen stärker im Trend: ökologische und Secondhand-Kleidung zu kaufen.

Die Neujahrsvorsätze der Österreicher
    gesamt    Frauen    Männer
Plastik vermeiden    45 %    49 %    41 %
Müll vermeiden    42 %    42 %    42 %
Regionale Produkte statt Importware kaufen    41 %    44 %    38 %
Lebensmittelverschwendung reduzieren     40 %    44 %    36 %
Mehr Produkte aus regionalem und saisonalem Anbau    38 %    50 %    26 %
Energie sparen/weniger Strom verbrauchen    36 %    38 %    35 %
Alte Batterie zu Sammelstellen bringen    27 %    28 %    26 %
Müll besser trennen    26 %    27 %    25 %
Mehr Bio-Produkte kaufen    25 %    29 %    22 %
Mehr upcycling: reparieren und renovieren, statt neu kaufen    24 %    29 %    19 %
Biomüll trennen    22 %    22 %    21 %
Weniger tierische Produkte essen    19 %    24 %    15 %
Weniger Fisch und Fleisch essen    18 %    26 %    11 %
Weniger Auto, dafür mehr Öffis und Rad nutzen    17 %    18 %    15 %
Keine, weniger Flugreisen machen    15 %    15 %    15 %
Ökostrom beziehen    13 %    11 %    14 %
Ökologische und Secondhand-Kleidung kaufen    9 %    13 %    4 %

Generationenunterschiede
    gesamt    14-29-Jährige    60-75-Jährige
Plastik vermeiden    45 %    36 %    45 %
Müll vermeiden    42 %    38 %    46 %
Regionale Produkte statt Importware kaufen    41 %    28 %    55 %
Lebensmittelverschwendung reduzieren     40 %    32 %    41 %
Mehr Produkte aus regionalem und saisonalem Anbau essen    38 %    29 %    46 %
Energie sparen/weniger Strom verbrauchen    36 %    30 %    50 %
Alte Batterie zu Sammelstellen bringen    27 %    14 %    41 %
Müll besser trennen    26 %    30 %    18 %
Mehr Bio-Produkte kaufen    26 %    27 %    21 %
Mehr upcycling: reparieren und renovieren, statt neu kaufen    24 %    23 %    25 %
Biomüll trennen    22 %    21 %    23 %
Weniger tierische Produkte essen    19 %    22 %    21 %
Weniger Fisch und Fleisch essen    18 %    26 %    9 %
Weniger Auto, dafür mehr Öffis und Rad nutzen    17 %    16 %    21 %
Keine, weniger Flugreisen machen    15 %    10 %    23 %
Ökostrom beziehen    13 %    13 %    13 %
Ökologische und Secondhand-Kleidung kaufen    9 %    14 %    7 %


*Aktuelle, repräsentative Studie:
Im Auftrag des VOEB befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent zwischen November und Dezember 2021 insgesamt 500 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 14 – 75 Jahren Neujahrsvorsätze rund um das Thema Umweltschutz.

Über den VOEB:
Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Entsorgungsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 250 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Entsorgungsbetriebe. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt ca. 43.000 Mitarbeiter, entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr.

Rückfragen:
Mag. Daisy Kroker - Geschäftsführerin VOEB
Tel.: (01) 713 02 53
E-Mail: kroker@voeb.at
Website: www.voeb.at

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