Österreicher:innen achten auch im Urlaub auf Mülltrennung

Öffentlichkeitsarbeit

Presseaussendung/Medienclippings

Die Mehrheit der Österreicher:innen zeigt im Urlaub ein hohes Bewusstsein für Mülltrennung. Sie wünschen sich in Ferienunterkünften sowie im öffentlichen Raum mehr Optionen zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Abfällen. Urlauber:innen aus Tirol, Vorarlberg und Salzburg zeichnen sich durch eine besonders hohe Bereitschaft zur aktiven Mülltrennung aus.

Wien, am 25. Juli 2025 – Rund drei Viertel der Österreich:innen fahren zumindest einmal im Jahr auf Urlaub1. Laut einer aktuellen, repräsentativen Studie im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) achten 72 Prozent der Befragten auch in dieser Zeit auf eine sorgsame Abfalltrennung. Spitzenwerte erreichen Befragte aus Tirol und Vorarlberg (82%), Salzburg (81%) und Kärnten (80%), die Wiener:innen (59%) sind mit großem Abstand Nachzügler. Je jünger die Befragten, desto eher geben sie an, im Urlaub mehr Abfall zu verursachen als zu Hause. Ältere Menschen wiederum zeigen insgesamt eine höhere Achtsamkeit, sowohl in Bezug auf die Abfallvermeidung als auch bei der Mülltrennung. Fast 85 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Abfall-Trennbehälter im öffentlichen Raum sowie in Ferienunterkünften.

Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB: „Damit Abfalltrennung im Urlaub gelingt, müssen wir einfache Lösungen bzw. Trennmöglichkeiten in Hotels, privaten Unterkünften und Tourismusgegenden anbieten. Betroffene Gemeinden sind gefragt, ihren Gästen die Mülltrennung so einfach wie möglich zu machen."

Abfallmenge bleibt im Urlaub konstant

Nur 29 Prozent der Österreicher:innen geben an, im Urlaub mehr Abfall zu erzeugen als zu Hause. Auffallend ist der Unterschied zwischen den Generationen: Während fast die Hälfte der Gen Z-Befragten sagt, auf Reisen mehr Abfall zu verursachen, stimmen nur acht Prozent der Babyboomer dieser Aussage zu. Quer durch alle Altersgruppen haben sich die Befragten im Urlaub schon einmal darüber geärgert, Altstoffe wie Glas, Papier oder Kunststoffverpackungen aus Mangel an Alternativen im Restmüll entsorgen zu müssen. Jüly: „Wer sich daran gewöhnt hat, dass Abfall ein wertvoller, wiederverwertbarer Rohstoff ist, tut sich natürlich schwer, ihn nicht sachgerecht zu entsorgen.“

Mülltrennung im Ausland häufig unklar 

Während die Mülltrennung in Österreich durch gut etablierte Systeme weitgehend einfach ist, gestaltet sich dies im Ausland oft schwieriger. In vielen Ländern gibt es keine standardisierten Entsorgungsmöglichkeiten, was Reisende oft daran hindert, Abfall sachgerecht zu trennen. So stimmen 71 Prozent der Aussage zu, dass es ihnen oft nicht klar sei, wie Abfall im Ausland richtig getrennt wird. Deutlich weniger, nämlich 50 Prozent, informieren sich dennoch über die lokalen Bestimmungen zur Mülltrennung und nehmen Rücksicht darauf. Jüly: „Die hohe Mobilität in Verbindung mit wachsendem Umweltbewusstsein legt nahe, dass es einer verstärkten Anstrengung bedarf, die Möglichkeiten zur Mülltrennung im Ausland sowie in touristischen Hotspots weiter auszubauen.“ 

Vorbildhafte Nachbarstaaten
Wie Mülltrennung auch im öffentlichen Raum effizient funktionieren kann, zeigen einzelne Nachbarstaaten: So baut Italien sein 4-Tonnen-System im öffentlichen Raum massiv aus, und in Slowenien ist es möglich, an öffentlichen Sammelstellen auch Batterien und Elektroaltgeräte fachgerecht zu entsorgen. Jüly: „Dort gibt es Müllsammelinseln mit Containern für Elektronikschrott und einer integrierten, brandsicheren Sammelbox für Batterien. Das ist großartig, denn so können auch Batterien einfach und rund um die Uhr sicher entsorgt werden.“

Über die Studie: 
Die Studie wurde im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) von Marketagent.com durchgeführt. Vom 28. Mai bis 4. Juni 2025 wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Das Sample ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

1 Reiselust auch 2024 weiterhin auf hohem Niveau (Statistik Austria, 07.05.2025) 

Über den VOEB:
Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 260 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Insgesamt beschäftigt die Abfallbranche in ihren 3.300 privaten und kommunalen Betrieben mehr als 31.000 Mitarbeiter:innen. Die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenbranche sammeln, sortieren und verwerten jährlich 74 Mio. Tonnen Abfall und erwirtschaften dabei Umsätze in der Größenordnung von 9 Mrd. Euro pro Jahr.

Rückfragen:
Veronika Wüster - Geschäftsführerin VOEB
Tel.: +43 1 713 02 53 
E-Mail: wuester(at)voeb.at 
Website: www.voeb.at

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