Abfallwirtschaft und Politik einig: Massnahmen gegen Batteriebrände erforderlich

Öffentlichkeitsarbeit

Presseaussendung

In Feldkirchen bei Graz traf sich die steirische Abfall- und Ressourcenwirtschaft zur diesjährigen Regionaltagung des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB). Auf der Agenda stand ein Thema, das die Branche seit Jahren beschäftigt und an Dringlichkeit nicht verliert: Brandgefahren durch falsch entsorgte Lithiumbatterien – und was gesetzliche Rahmenbedingungen, innovative Anreize und Bewusstseinsbildung dagegen ausrichten können.


Feldkirchen bei Graz, am 27. April 2026 – Der Einladung des VOEB in den Saubermacher Ecoport nach Feldkirchen bei Graz folgten zahlreiche Vertreter:innen der steirischen Betriebe. Schwerpunktthema war die steigende Zahl an Bränden in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft, die durch falsch entsorgte Lithiumbatterien ausgelöst werden. Andreas Opelt, VOEB Vizepräsident, erinnerte daran, dass Lithiumbatterien – sie verstecken sich unter anderem auch in singenden Grußkarten, elektronischen Zahnbürsten oder blinkendem Kinderspielzeug – immer nur im Handel bzw. in den dafür vorgesehenen Sammelstellen entsorgt werden dürfen. 

Den landespolitischen Blickwinkel brachte Landesrätin Simone Schmiedtbauer in ihrer Keynote ein. Als zuständiges Landesregierungsmitglied für Abfall- und Ressourcenwirtschaft sehe sie in der wachsenden Zahl von Batteriebränden entlang der Recycling-Wertschöpfungskette ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem, dem mit klaren Maßnahmen zu begegnen sei. „Leider sind Batteriebrände längst der Alltag in der Abfallwirtschaft und erreichen ein Ausmaß, das politisches Handeln unausweichlich macht. Als Umweltverantwortliche der Länder haben wir deshalb bereits gezielte Vorschläge – beispielsweise optimierte Rückgabesysteme – gemacht. Nur so können wir die Entsorgungssicherheit Österreichs gewährleisten“, so Schmiedtbauer.

Ergänzend dazu skizzierte Thomas Nigl von der Montanuniversität Leoben die Dimension des Problems aus Sicht der Wissenschaft: Aktuelle Sortieranalysen verdeutlichen die massive Zunahme an Lithium-Batterien über viele Abfallfraktionen hinweg. Die wirtschaftlichen Folgen für Betriebe reichten von Betriebsausfällen bis zu Schäden in Millionenhöhe. 

VOEB Vizepräsident Opelt machte deutlich, dass bewusstes Konsumverhalten allein keine ausreichende Antwort sein könne: „Was es braucht, ist ein nationaler Kraftakt, bei dem Abfallwirtschaft, Handel und Politik gemeinsam strukturelle Lösungen schaffen.“ Ein Cashback-System für Batterien sei dabei ein konkreter Hebel, um Fehlwürfe zu reduzieren und wertvolle Rohstoffe konsequent in den Kreislauf zurückzuführen.


Über den VOEB:
Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 260 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Insgesamt beschäftigt die Abfallbranche in ihren 3.300 privaten und kommunalen Betrieben mehr als 31.000 Mitarbeiter:innen. Die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenbranche sammeln, sortieren und verwerten jährlich 74 Mio. Tonnen Abfall und erwirtschaften dabei Umsätze in der Größenordnung von 9 Mrd. Euro pro Jahr.


Rückfragen:
Veronika Wüster - Geschäftsführerin VOEB
Tel.: +43 1 713 02 53 
E-Mail: wuester(at)voeb.at 
Website: www.voeb.at


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