Presseaussendung/Medienclippings
Im Rahmen der Regionaltagung Niederösterreich, Wien und Burgenland des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) in Stockerau standen die aktuellen Herausforderungen ebenso im Fokus wie die enge Zusammenarbeit zwischen kommunaler und privater Abfallwirtschaft. Die Branche zeigt dabei, dass Wirtschaftskraft und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.
Wien, am 10. April 2026 – VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly betonte die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen für die Entsorgungssicherheit in Österreich: „Die Abfallwirtschaft ist eine systemrelevante Infrastruktur. Aber die stark gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise setzen die Betriebe unter Druck. Partnerschaftliche Modelle mit den Kommunen sind daher essenziell. Gleichzeitig braucht es wirksame Instrumente zur Steigerung der Abfallsammlung und des Einsatzes recycelter Materialien. Die aktuellen Überlegungen zur Plastiksteuer greifen hier zu kurz – sie müssen gezielt Anreize schaffen und eine klare Lenkungswirkung zugunsten von recyceltem Kunststoff entfalten. Für eine nachhaltige Sicherstellung der Entsorgung ist es zudem entscheidend, Verwaltungsvereinfachungen in der Abfallwirtschaft konsequent voranzutreiben.“
Gastreferent Christian Macho, Präsident der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, hob die Kooperation zwischen kommunalen und privaten Akteuren hervor. „Die kommunale Abfallwirtschaft trägt als Teil der Daseinsvorsorge eine zentrale Verantwortung. Die wachsenden Anforderungen an die Sammlung, Verwertung und Krisensicherheit können jedoch nur in starken, langfristig angelegten Partnerschaften bewältigt werden. Wie wichtig dieses Zusammenspiel ist, hat sich etwa beim gemeinsamen Umgang mit den Folgen des Hochwassers 2024 in Niederösterreich eindrucksvoll gezeigt.“
Die VOEB-Vorstände Alois Fürnkranz und Nikolaus Stipits machten zudem auf die zunehmenden Brandrisiken durch falsch entsorgte Batterien aufmerksam und sprachen sich für die rasche Einführung eines österreichweiten Akku-Cashbacksystems aus. Darüber hinaus betonten sie die Dringlichkeit klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen beim Abfallende, insbesondere im Bereich Bodenaushub.
Im Rahmen der Regionaltagung besuchten die Teilnehmer:innen den Unternehmensstandort FAUN Austria in Stockerau. Das rund 10.000 Quadratmeter große Montage- und Servicezentrum für Abfallsammelaufbauten, Kehrmaschinen und Kanalspülaufbauten steht beispielhaft für die Vielfalt und Innovationskraft der österreichischen Kreislaufwirtschaft.
Über den VOEB:
Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 260 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Insgesamt beschäftigt die Abfallbranche in ihren 3.300 privaten und kommunalen Betrieben mehr als 31.000 Mitarbeiter:innen. Die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenbranche sammeln, sortieren und verwerten jährlich 74 Mio. Tonnen Abfall und erwirtschaften dabei Umsätze in der Größenordnung von 9 Mrd. Euro pro Jahr.
Rückfragen:
Veronika Wüster - Geschäftsführerin VOEB
Tel.: +43 1 713 02 53
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Website: www.voeb.at