Abfallwirtschaft braucht Deregulierung und Planungssicherheit

Öffentlichkeitsarbeit

Presseaussendung

Im Rahmen der Regionaltagung Salzburg des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) in Puch bei Hallein standen die wirtschaftliche Bedeutung sowie die Maßnahmen zur Entbürokratisierung der Abfall- und Ressourcenwirtschaft im Mittelpunkt.

 



Puch bei Hallein/Wien, am 20. April 2026 – Zahlreiche Unternehmen der Salzburger Abfallwirtschaft folgten der Einladung des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) zum Regionaltreffen in Puch bei Hallein. VOEB-Regionalvorstand Johann Struber unterstrich die zentrale Rolle der Branche für Salzburg und ganz Österreich: „Damit die Abfallwirtschaft auch künftig ihren wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung, Innovation und Wertschöpfung leisten kann, braucht es praxistaugliche Rahmenbedingungen und gezielte Reformen.“ Rasche und effektive Maßnahmen gegen Batteriebrände in Unternehmen und Haushalten sowie konsequente Verwaltungsvereinfachungen seien erforderlich, um Infrastruktur zu sichern und Investitionen voranzutreiben. 

Gastreferentin Carina Reiter, ÖVP-Umweltsprecherin und Salzburger Abgeordnete zum Nationalrat, berichtete über aktuelle Initiativen im Bereich Kreislaufwirtschaft. „Abfälle sind Rohstoffe von morgen. Daher gilt es, einer Benachteiligung von Rezyklaten gegenüber Primärrohstoffen aktiv entgegenzuwirken – sei es durch effiziente Transportlösungen im In- und Ausland oder durch eine Entbürokratisierung des Abfallwirtschaftsgesetzes.“ Die Abfallwirtschaft sichere tausende Arbeitsplätze in der Region und sei ein wesentlicher Treiber für Forschung und Entwicklung. „Gerade in Salzburg gibt es zahlreiche Hidden Champions der Recyclingwirtschaft – von der Abfallverwertung über die Shreddertechnik bis zum Fahrzeugbau“, betonte Reiter.

Im Rahmen der Regionaltagung besuchten die Teilnehmer:innen die neue Vertriebs- und Servicezentrale der Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH in Puch bei Hallein. Der Standort verdeutlicht die enge Verzahnung von Industrie und Ressourcenwirtschaft und unterstreicht die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten.

Über den VOEB:

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 260 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Insgesamt beschäftigt die Abfallbranche in ihren 3.300 privaten und kommunalen Betrieben mehr als 31.000 Mitarbeiter:innen. Die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenbranche sammeln, sortieren und verwerten jährlich 74 Mio. Tonnen Abfall und erwirtschaften dabei Umsätze in der Größenordnung von 9 Mrd. Euro pro Jahr.


Rückfragen:
Veronika Wüster - Geschäftsführerin VOEB
Tel.: +43 1 713 02 53 
E-Mail: wuester(at)voeb.at 
Website: www.voeb.at


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