Abfallvermeidung kann jede:r Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB: „Abfall vermeiden kann jede:r! Wer Verpackungen meidet bzw. reduziert, Mehrweg-Flaschen verwendet, mit Lebensmitteln achtsam umgeht und Produkte so lang wie möglich nutzt, bevor sie entsorgt werden, leistet bereits einen großen Beitrag für unsere Umwelt und entlastet die eigene Geldbörse.“ So bestätigen in der Studie 36 Prozent der Befragten, dass sie immer mit einer Liste einkaufen gehen, um nur das zu besorgen, was sie tatsächlich benötigen. Jede:r Vierte greift bevorzugt zu unverpackten Lebensmitteln – hier sind die Jüngeren (14-19 Jahre) mit 36 Prozent Spitzenreiter. „Gerade jungen Menschen ist Klimaschutz im Alltag besonders wichtig. Diese Einstellung können wir nutzen, um sie zu noch mehr Abfallvermeidung zu motivieren“, erklärt Jüly.
EU legt gesetzlichen Rahmen vor Die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation) regelt den gesetzlichen Rahmen, um Abfall zu vermeiden. Konkret sollen bis 2030 deutlich weniger Verpackungen auf den Markt. Bis dahin müssen Hersteller:innen und Produzent:innen weniger und besser recycelbare Verpackungen in Umlauf bringen – damit daraus auch wieder neue hergestellt werden können. Der Verband begrüßt diesen Schritt, fordert aber darüber hinaus, dass auch auf die Recyclingfähigkeit von Produkten geachtet wird. „Es sollten nur mehr Produkte hergestellt werden, die am Ende ihrer Lebenszeit wieder verwertet werden können, egal ob es sich um Textilien, Baustoffe oder Autoreifen handelt. So sparen wir Energie und Rohstoffe ein“, erklärt Jüly.
Wie funktioniert die Abfallhierarchie? Oberstes Ziel ist, dass weniger Abfall entsteht, um Ressourcen zu schonen. Fällt er doch an, soll dieser wiederverwendet bzw. recycelt werden. Aus den recycelten Materialien, sogenannten Rezyklaten, können dann wiederum neue Produkte und Verpackungen entstehen. Da sich nicht alle Materialien stofflich wiederverwerten lassen, ist die nächste Stufe die thermische Verwertung. Hier kann aus Abfall Energie erzeugt und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern minimiert werden. Wenn keine der anderen Stufen angewendet werden kann, wird der Abfall beseitigt, also deponiert. Österreich ist beim Recycling europaweit Spitzenreiter und belegt unter allen EU-Mitgliedsstaaten den zweiten Platz. „Die Abfallhierarchie zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert. Die oberste Priorität ist, weniger Abfall zu verursachen. Das ist ein einfach umsetzbarer, aber wirkungsvoller Beitrag für den Klimaschutz, von dem alle etwas haben“, so Jüly.
Fünf einfache Schritte zu weniger Abfall
Studieninfos: Die bevölkerungsrepräsentative Studie wurde im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) von Marketagent.com durchgeführt. Vom 31. August. bis 6. September 2023 wurden 1.000 webaktive Österreicher:innen im Alter zwischen 14-75 Jahren befragt.
Pressemeldung/ Medienclippings:
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Über den VOEB Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 250 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt ca. 43.000 Mitarbeiter:innen, entsorgt und verwertet rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr.
Rückfragen: Veronika Wüster - Geschäftsführerin VOEB 0043 1 713 02 53 wuester@voeb.at www.voeb.at